2015

3D Video Loop
19 Individuen der Klasse Ingold der AdBK München

Drei Dimensionen

Die optischen Besonderheiten eines 3D Videos oder Fotos bestehen u.a. darin, dass alle Bildinhalte, welche mittig zum Betrachter ausgerichtet sind, den Betrachter zu verfolgen scheinen.
Sehen die gezeigten Personen direkt in die Kamera, so entsteht beim Betrachter der Eindruck, dass er konstanten Blickkontakt mit der jeweiligen projizierten Person habe; unabhängig davon wo im Raum er sich befindet. Diese optische Besonderheit wird für jeden Betrachter individuell sichtbar.

Werden die gezeigten Personen von mehreren Besuchern gleichzeitig angesehen, hat jeder einzelne Betrachter das Gefühl nur er selbst habe Blickkontakt zu den projizierten Individuen.

 

GEDANKEN

2015
Fotomontage
19 Individuen der Klasse Ingold der AdBK München verschmolzen zu einem Gesicht

 

Die Akademie der Bildenden Künste eine Heterotopie

Jede Gesellschaft und damit jede menschliche Gruppe schafft sich ihre eigene Heterotopie oder Heterotopien. Dies können u.a. privilegierte Orte sein, welche nur wenigen Vorbehalten sind. Manche Heterotopien dienen der Verwandlung, dem Übergang. Heterotopien besitzen stets ein System der Öffnung und der Abschließung, welches sie von der Umgebung isoliert. Eine Art eine Heterotopie zu betreten, kann ein Eingangsritual sein.

Die Heterotopie Akademie besitzt eine bestimmte, abgegrenzte räumliche Ausdehnung. Besitzt ein System der Öffnung und der Abschließung, welches sie von der Umgebung isoliert. Sie kann betreten und wieder verlassen werden. In sie gänzlich einzutauchen und zu erleben, ist nur wenigen Vorbehalten.

Dazu ist ein Eingangsritual notwendig, eine Hürde, welche gemeistert werden muss – die Aufnahmeprüfung. Betritt man sie, taucht man in ein von der Akademie geschaffenes System ein, mit einem einzigartigen und nur in ihr wirkenden Regelwerk/Gesetzmäßigkeiten. Manche Heterotopien dienen der Verwandlung, dem Übergang. Die Akademie versucht aus den in sie Eintretenden Künstler zu formen, sie in ihrem Schutz zu fördern und anschließend wieder in die Welt hinauszuschicken. Jede Heterotopie kann nur existieren, wenn es eine menschliche Gruppe gibt, die sie geschaffen hat und sie belebt. Die Akademie als heterotoper Ort wird durch ihre „Bewohner“ erst geschaffen und zu dem was sie ist. Sie basiert also auf den in ihr schaffenden, arbeitenden, benutzenden, lehrenden Individuen.